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Pflegeversicherung


Das Risiko, ein Pflegefall zu werden, wird in der Regel häufig und gern verdrängt. Will man sich den Eintritt einer Berufsunfähigkeit schon kaum vorstellen, so ist im öffentlichen Bewusstsein das Pflegerisiko ausschließlich etwas, was alten Menschen zustößt. Statistisch gesehen ist dies richtig. Nur die statistische Verteilung gibt keine Antwort auf die Frage, wer im Falle eines Falles für die Kosten der notwendigen Pflege aufkommt.

Dies hat den Gesetzgeber in den neunziger Jahren veranlasst, den Abschluss einer Pflegeversicherung für alle zur Pflicht zu machen. Leider ist durch die Entscheidung für ein einkommensabhängiges, umlagefinanziertes Verfahren und den Verzicht auf eine kapitalgedeckte Lösung die Situation eingetreten, die von vielen Sachverständigen damals bereits befürchtet wurde: Das eingesammelte Geld reicht nicht!

Will man die Prämien nicht ständig nach oben anpassen, dann bleibt als bekannter Ausweg nur, die Erstattungssätze einzufrieren und damit die erhofften Leistungen im Pflegefall einzuschränken. Eine menschenwürdige Pflege hängt entscheidend davon ab, wie wohlhabend man ist. Wer dagegen sein privates Vermögen einschließlich der entschuldeten eigenen Immobilie schonen will und seine Kinder vor finanziellen Verpflichtungen schützen möchte, der muss sich vor dem Pflegerisiko privat absichern!